Frischau - Geschichte
1. Ort

Karte
JahrEreignis
um 1202schenkte der Markgraf Wladislav den Ort der Abtei Welehrad
1222 von Bischof Robert von Olmütz zur Pfarre erhoben
1338Von Markgraf Karl zum Städtchen erhoben, mit dem Recht, an jedem 5. Tag in der Woche einen Markt abzuhalten und der "peinlichen Gerichtsbarkeit".
bis ca 1490gehörten Gut und Dorf der o.g. Abtei
1539Pfarrpatronat geht auf das Kloster Bruck über und wird mit der Pfarre Grillowitz vereinigt
1560Das Stadt und Marktrecht sind erloschen, Frischau ist wieder nur ein Dorf
1713erbaut der Fürst Johann Adam von Liechtenstein das Schloß
1744entsteht in Frischau wieder eine eigene Pfarre von Brucker Ordensmännern bis zur Auflösung des Stiftes besetzt
1771wird die Kirche auf Kosten der Maria Gabriela, Fürstin von Liechtenstein gebaut Sie ist der Verkündigung Marians geweiht und hat 3 in Eichstädt gemalten Altarblättern.
1818 und 1819Wird das Schloß umgebaut und neu möbliert. Auch eine Gartenanlage entsteht im englischen Stil. Die Gemäldesammlung verkauft Fürst Moritz an den Nikolsburger Probst, erhält aber keine Bezahlung dafür, weil diese beim Transport nach London im Wasser versinken
1834sterben innerhalb von 2 Wochen 31 Menschen an der Brechruhr.
1835Die Bevölkerung ist katholisch und spricht mit "teutscher" Zunge

2. Allod Herrschaft
JahrEreignis
um 1202schenkte der Markgraf Wladislav den Ort der Abtei Welehrad
1222 von Bischof Robert von Olmütz zur Pfarre erhoben
1338Von Markgraf Karl zum Städtchen erhoben, mit dem Recht, an jedem 5. Tag in der Woche einen Markt abzuhalten und der "peinlichen Gerichtsbarkeit".
bis ca 1490gehörten Gut und Dorf der o.g. Abtei
um 1490Verpfändung an das Geschlecht Offner
1525besaß den Ort Johann Ofner von Radolic
1531nannte er sich noch danach
1536löste Johann von Pernstein den Pfandbrief ein und erhielt das Gut vom Abte Franz, mit Bestätigung des Kaisers Ferdinand I übertragen.
1539trat J. v. Pernstein bereits wieder das Pfarrpatronat an das Stift Bruck ab, im Tausch gegen die Pfarre in Wrahovic.
1560Wratislav von Pernstein veräußert das Gut (Dorf und Veste Frischau mit den Dörfern Prac und Testic) mit dem Gut Grusbach an Johann v. Zerotin ab
von diesem ging es bald darauf in den Besitz von Pertold v. Lipa-Krummau über, welcher es
1574an Peter Certoregsky v. Certoreg veräußerte. Sein Erbe, Bernard Certoreg verschrieb es
1588seiner ersten Gattin Maria Lykovna v. Riesenburg
1601 aber seiner 2. Gattin Margereh Kordula v. Slaupna und bestimmte letztwillig
1602alle seine Güter seinen nachgeborenen Kindern und in Ermangelung deselben seinen Neffen Wenik, Stock und bBrnhard Vertor v. Certoreg.
1620verloren seine Söhne Weikard und Sigmund, wegen der Teilnahme am Aufstand Frischau und Grusbach
1623verkaufte es die kais. Kammer beide Güter dem k.k. Rate und Obersten von Unter-Österreich, Christoph Freiherr v. Breuner .
1626überließ dieser das Gut Frischau allein seiner Gattin, der GRäfin von Thurn, die es letzwillig
1629dem Seifried Franz Breuner v. Stubing verschrieb.
1651verstarb die Besitzerin und der o.g. Erbe verkaufte das Gut seinem Vater, Seifried Leonard (k.k. General-Feldmarschallieutenant)
1668hinterließ es dieser seinen Söhnen Ernst Friederich, Filip Christoph und Franz Anton welche es ( mit 3 gestifteten und 4 öden Dörfern)sogleich ihrer Stiefmutter Eliesabeth Breuner geb. v. Cavriani um 37 000 fl abließen.
1692Die Käuferin (oder deren gleichnamige Tochter?) ehelichte einen Grafen Bouquoi und verkaufte Frischau im gleichen Jahr (Schloß und Dorf, die Dörfer Grillowitz und Pobitz samt Käsemacherhof und Schafstall, 4 Ödungen, nämlich Libic, Milkovic, Triskowic und Rochkowic an Michael Johann Graf v. Althan zu dessen Gute Grusbach
1692 Dieser verkaufte es bereits 7 Tage später der Eleonora Margaretha Fürstin von Liechtenstein, geb. Herzogin von Hollstein-Schleswig.
1699erwarb sie zusätzlich vom k.k. Hofkammerrathe Ernst Graf von Mollat das Gur Bonitz mit Dorf und die Dörfer Gaiwitz, Pratsch, Teßwitz und dem öden Hostehradek
1702erbte ihr Gemahl, Max Fürst von Liechtenstein, nach ihrem Tode den Besitz.
1704Dieser verkaufte den Besitz, nebst einem Haus in Znaim, seiner 2. Gemahlin Maria Eliesabeth, geb Fürstin von Liechtenstein
1713ehelichte diese den Herzog Leopold von Holstein-Wiesenburg
1744Nach ihrem Tode fiel die Herrschaft letztwillig ihrer Tochter aus 2. Ehe, Maria Gabriaela von Fürstenberg-Möskirch zu
1785verfaßte diese ihr Testament, in dem sie dem drittgeborenen Karl von Liechtenstein'schen Prinzen, Moritz als Erben einsetzte.
1799trat dieser, nach ihrem Tode, das Erbe an.
1819 stirbt dieser Fürst Moritz von Liechtenstein und seine Tochter Leopoldine, vermählte Fürstin von Lokowitz, seine jüngste Tochter erbt den Besitz
1835ist diese immer noch Besitzerin

Allod - Herrschaft bedeutet, daß die Herrschaft frei von Lehensverpflichtungen ist. Es ist, wie im Falle Mißlitz duch Kaiser Maximilian II bestätigt, frei vererbbar. Es besteht kein Obereigentum darüber.